Interlexikon-Handvenenerkennung

DIMAWEB-Interlexikon (Fachbegriffe)

HANDVENENERKENNUNG

Allgemein

Die HANDVENENERKENNUNG ist ein biometrisches Verfahren zur Identifikation von Personen, bei welchem das Venenmuster einer Hand erfasst und mit einem Referenzmuster verglichen wird. Zur Verwendung kommen entweder die Venen der Handinnenfläche, die Fingervenen oder die Venen des Handrückens.

Bei der Handflächenvenenmustererkennung (Handvenenerkennung) wird das Venenmuster im Inneren der Hand mit einer Infrarot-Kamera aufgenommen und mit einem Referenzmuster verglichen. 

Die Handvenenerkennung nutzt die verstärkte Absorption von Infrarotstrahlen (Wärmestrahlen) im venösen Blut. Hält der Anwender seine Hand vor den Venenleser, sendet ein Sensor im Leser über LEDs eine Nah-Infrarotstrahlung an die Hand. Das sauerstoffarme Blut in den Venen absorbiert die Infrarotstrahlung. Damit lässt sich ein Bild der Venen innerhalb der Hand aufnehmen und für die Erkennung verwenden.

Technische Umsetzung

Die Kamera des Handvenen-Sensors wandelt das Bild des Venenmusters (rund fünf Megabyte) in ein rund 0,8 Kilobyte großes Template um. Für die Identifikation wird das Template beim Einlernen in eine Datenbank abgelegt, bei der Verifikation speichert man das Template auf eine Karte („Template on card“). Wie bei allen biometrischen Verfahren wird für die Identifikation einer Person das erfasste Handvenen-Template mit dem gespeicherten Template verglichen. 

Das menschliche Handflächenvenenmuster ist äußerst komplex und befindet sich innerhalb des Körpers vor Missbrauch und Manipulationen bestens beschützt. Die Position der Venen bleibt zeitlebens unverändert und ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Die FAR (Falsch-Akzeptanz-Rate) weist mit 0,00008 Prozent einen hervorragenden Wert auf. 

Allerdings können Verletzungen der Hand (z.B.: Knochenbrüche oder Schnittverletzungen) dazu führen das eine Identifikation fehlschlägt und dem System ein neues Referenzmuster des betroffenen erlernt werden muss.

Beispiele von Venen-Erkennungsmethoden

Fingervenenerkennung 

Bei der Fingervenenerkennung wird der jeweilige Finger von der Oberseite sowie der linken und rechten Seite beleuchtet und das Venenmuster von unten eingescannt. Das Venenmuster eines Fingers ist kleiner und damit entsprechend weniger komplex als das Venenmuster einer Handfläche. Hinzu kommt die größere Empfindlichkeit der Fingervenen bei Kälte. Bei kalten Fingern können sich die Kapillar-Venen komplett zusammenziehen, so dass sie eventuell nicht mehr erkannt werden. 

Im Gegensatz zur Handvenenerkennung ist die Fingervenenerkennung nicht kontaktlos, da der entsprechende Finger komplett auf dem Sensor aufliegen muss. 

Handrückenvenenerkennung 

Bei der Handrückenerkennung wird der Handrücken durch den Sensor eingescannt. Während bei der Handinnenfläche Pigmentflecken oder Haare keine Rolle spielen, kann es beim Handrücken zwangsläufig zu entsprechenden Störungen kommen. Zudem sind die Terminals so gebaut, dass ein Griff umfasst wird und der Handrücken gegen den Sensor gedrückt wird – also ist auch hier kein berührungsloses Verfahren gegeben.

Handvenenerkennung

Bei der Handvenenerkannung wird die Innenfläche der Hand vom Sensor eingescannt bzw. erfasst. Beim Einlernen der Personen wird das Handflächenvenenmuster aufgenommen, in ein Template umgewandelt und abgespeichert. Für die Identifikation einer Person wird das aufgenommene Venenmuster mit allen gespeicherten Venen-Templates verglichen. 

Die Handvenenerkennung beruht auf der Absorption von Infrarotstrahlen (Wärmestrahlen) im Blut und erfolgt kontaktlos. Dadurch bedingt, handelt es sich um ein hygiensiches Verfahren.

Einsatz zur Zugriff- und Zutrittskontrolle

Die Handvenenerkennung wird speziell im Hochsicherheitsbereich eingesetzt. Besonders effizient wird der Einsatz in Unternehmen, die Venenerkennung nicht nur für den physischen Zutritt zu Gebäuden oder Räumen einsetzen, sondern parallel für den Zugang zu Rechnersystemen. Ähnlich einem Fingerabdrucksensor lässt sich ein Handvenensensor in verschiedenste Geräte integrieren. Entsprechend dem sehr hohen Sicherheitslevel wird derzeit der Einsatz intensiv im Bereich der Banken und bei Bankautomaten geprüft.

Bankkunden sollen in Zukunft ihre Bankkarte in einen Bankautomaten einschieben, sich mit einer Handbewegung authentifizieren und dann ihr Geld abheben. Missbräuchliche Geldentnahmen mit gefälschten Karten und erspähten PINs gehören dann der Vergangenheit an.

Venenerkennungssysteme - Hersteller

Hersteller von Venenerkennungssystemen sind z. B. Fujitsu (Handflächenvenen), Hitachi, NEC, Sony (alle Fingervenen) und Techsphere (Venen der Handrücken). Auf dem Markt gibt es mittlerweile Handvenenerkennungssensoren, die vom BSI zertifiziert sind. Eingesetzt wird die Handvenenerkennung für die Zutrittskontrolle zu Hochsicherheitsbereichen oder die Zugangskontrolle zu Rechnersystemen. In Japan wird das System in Bankautomaten für den sicheren Zahlungsverkehr verwendet.

Die Handvenenerkennung kommt zum Beispiel auch beim GMAT zum Einsatz, einem Test, dem sich Bewerber mancher wirtschaftswissenschaftlicher Masterstudiengänge unterziehen müssen.

Quellenangaben

Secupedia.info - Die Handvenenerkennung

IT-Wissen - Lexikon - Handvenenerkennung

Sicherheit.info - Artikel Nr: 1102697

Cebit.de - Vorstellung der Biometrie

Cebit.de - Handvenenerkennung-Biometrie

Silicon.de - Handvenenerkennung-SAP Anwendungen

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Fachbegriffe (Interlexikon)

Biometrische Sicherheit

Venenmuster

Venenmuster

Venenmuster sind bei jedem Menschen einmalig und fälschungssicher.

 

Lebendkennung

Lebendkennung

Erkennung nur wenn das Hämoglobin aktiv in den Handvenen fließt.

 

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